Der Deutsche Schwerhörigenbund e. V. (DSB) und die Deutsche Cochlea Implantat Gesellschaft e. V. (DCIG) bündeln ihre Kräfte im Deutschen Hörverband (DHV). Am 10. Dezember 2022 trafen sich die beiden Selbsthilfeverbände gemeinsam mit Landes- und Regionalverbänden sowie weiteren Gästen zur erfolgreichen Gründungsversammlung in Frankfurt am Main.

Zukünftig sollen mit Cell Broadcast viele Menschen schnell vor Katastrophen und Notfällen via Push-Nachricht (SMS) auf ihr Handy gewarnt werden.

Am bundesweiten Warntag, dem 8. Dezember, wurde das neue Warnsystem zum ersten Mal in allen 294 Landkreisen und 107 kreisfreien Städten in Deutschland getestet. So konnte man die Nachricht auf dem Handy lesen: “Wichtiger Hinweis zum bundesweiten Warntag am 8.12.2022: Ab 11 Uhr findet die bundesweite Übung zur Warnung der Bevölkerung statt.” Der Probealarm kann zusätzlich zu Radio, Sirene usw. direkt auf dem Handy erfolgen – auch ohne installierte Warn-App. Für Menschen mit Hörbehinderung ist es wichtig, einen Warnhinweis per Text zu bekommen, um nicht ausschließlich von akustischen Warnsignalen abhängig zu sein. Weitere Informationen finden Sie auf:

https://warnung-der-bevoelkerung.de/

Jörg Winkler

Foto: Thomas Rafalzyk

Am 20. September haben unsere Jugendleiterin Ines Helke und weitere acht engagierte Menschen das Bundesverdienstkreuz im Namen des Bundespräsidenten Frank Walter Steinmeier von unserem Bundesminister für Arbeit und Soziales, Hubertus Heil, in Berlin verliehen bekommen. Die Ordensveranstaltung war für die hörbehinderten Gäste durch den Schriftdolmetscher- sowie Gebärdensprachdolmetschereinsatz und einer noch schnell verlegten Induktionsschleife barrierefrei. Das hat uns sehr gefreut. Wir konnten die Reden von Hubertus Heil und dem Moderator Johannes B. Kerner gut verfolgen. Für die fünf Mitglieder des BdS war der Auftritt mit dem inklusiven Gebärdenchor `HandsUp` bei der Verleihung ebenfalls ein besonderes Erlebnis.

Endlich werden wir unseren traditionellen Thementag wieder anbieten. Freuen Sie sich auf interessante Fachvorträge. Nach jedem Vortrag wird es Zeit für Fragen geben.

In der Mittagspause bieten wir einen Imbiss an.

Die Teilnahme ist kostenfrei und auf 50 Personen begrenzt. Eine Anmeldung ist daher unbedingt erforderlich und bis zum 22. August möglich.

Programmablauf (aktualisiert):

10:00 Uhr Begrüßung durch Herrn Mourgues (Vorsitzender des BdS e.V.)

10:05 Uhr Tätigkeiten einer Senatskoordinatorin für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung / Ulrike Kloiber

10:35 Uhr Zeit für Fragen

10:50 Uhr Leichtigkeit des Hörens / Jens Mittelstädt (Oticon)

11:20 Uhr Zeit für Fragen

12:00 Uhr Remote Check / Andre Berndt (Cochlear)

12:30 Uhr Zeit für Fragen

12:45 Uhr Rehabilitation bei MED-EL / Tobias Meyer (MED-EL)

13:15 Uhr Mittagspause

14:15 Uhr Hören und Verstehen – Café OHRakel / Daniel Denecke

14:35 Uhr Zeit für Fragen

14:45 Uhr Hören und Glaube / Systa Rehder (Nordkirche, Seelsorge)

15:15 Uhr Zeit für Fragen

15:30 Uhr Schlusswort / Matthias Schulz

Das Anmeldeformular finden Sie hier:

Tagesablauf/Anmeldeformular

TONSPUR „KLARE SPRACHE“

Die ARD erweitert die Barrierefreiheit ihres Programmangebots und führt eine zusätzliche Audiospur zur besseren Sprachverständlichkeit ein

Am 1. Juni hat die ARD im Hauptprogramm Das Erste sowie in weiteren Dritten Programmen die Funktion „Klare Sprache“ gestartet. Mit der sprachoptimierten Tonspur „Klare Sprache“ wird zusätzlich zum Originalton des laufenden Fernsehprogramms ein technisch aufbereitetes Audiosignal übertragen, das eine bessere Sprachverständlichkeit ermöglicht. Das Angebot „Klare Sprache“ wird zunächst im Programm Das Erste sowie beim NDR, WDR und rbb eingeführt. Zu einem späteren Zeitpunkt kommen weitere Dritte Programme der ARD hinzu. Die Einführung von „Klare Sprache“ in den Gemeinschaftsprogrammen sowie in den kooperierten Programmen ist für Herbst 2022 in Planung, sofern dies programmlich sinnvoll ist.

1912 gegründet, feiert der BdS in diesem Jahr sein 110jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass haben wir eine neue Broschüre erstellt, die den Verein mit seinem Hörberatungs- und Informationszentrum vorstellt. Die Broschüre erhalten Sie in unserer Geschäftsstelle.

Wenn Sie auf das Bild klicken, können Sie sich das Heft auch auf Ihrem Bildschirm ansehen.

Die Tageszeitung (taz) Nord berichtet über einen Zählspaziergang mit Ines Helke vom BdS e.V. Dabei ging es um Barrieren, die es immer noch gibt, über die unsere engagierte Leiterin der Jugendgruppe im BdS im Interview berichtet.

Über diesen Link gelangen Sie zum Interview: https://taz.de/!5795799/

Anforderungen Schwerhöriger und Ertaubter an barrierefreie Kinos

Alles wird smart. Deshalb empfinden viele Verantwortliche für Bauprojekte den Druck, jetzt und sofort handeln zu müssen, um für die Zukunft wettbewerbsfähig aufgestellt zu sein. Zugleich ist es fast unmöglich, sich ein wirklich fundiertes Gesamtbild zu verschaffen. Frau Cornelia Zolghadri vom Kompetenzzentrum für ein barrierefreies Hamburg aus dem Beratungsbereich Hochbau ist der Frage nachgegangen. So hat sie sich auch mit unserem Vorsitzenden Herrn Klaus Mourgues über ein Kino für alle ausgetauscht.

Einfach mal ins Kino gehen – kein Problem, oder? Für Schwerhörige und Ertaubte ist das nicht so leicht. Ihre Bedarfe an die bauliche und technische Ausstattung von Kinos sind meist noch nicht erfüllt. Diese Anforderungen sollten Kinobetreibende insbesondere bei Um- und Neubauten unbedingt mitdenken. Denn Teilhabe für alle bedeutet eben auch, dass Kulturangebote für alle Menschen gleichermaßen zugänglich und erlebbar sind.